Ökumenischer Ausflug: Führung im Frankfurter Städel zu Maria Magdalena

Samstag, 19. September 2026, Treffpunkt: 15.20 Uhr an der Museumskasse des Städel Museums

Ev. Thomasgemeinde und Kath. Kirchort St. Mauritius

Wir besuchen die neue Sonderausstellung im Frankfurter Städel. Dazu heißt es auf der Museumsseite: „Zwischen Heiliger, Sünderin und enger Gefährtin Christi: Seit Jahrhunderten zählt Maria Magdalena zu den faszinierendsten Frauenfiguren der Bibel und der Kunstgeschichte. Das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentieren die erste umfassende Ausstellung im deutschsprachigen Raum, die ihr gewidmet ist. Dabei erscheint sie nicht nur als Projektionsfläche kultureller und religiöser Vorstellungen, sondern auch als eigenständige Figur, an der sich unterschiedliche Vorstellungen von Körper, Glaube und gesellschaftlichen Rollen zeigen.“ https://www.staedelmuseum.de/de/maria-magdalena

Der Treffpunkt ist um 15.20 Uhr an der Museumskasse, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt. Die 60-minütige Führung durch die Sonderausstellung beginnt um 15.30 Uhr. Die Anreise erfolgt privat, z.B. mit einem Gruppenticket mit der S-Bahn ab Wiesbaden Hbf gegen 14.00 Uhr. Parkhäuser finden sich in Laufnähe. Der Gruppen-Eintritt pro Person kostet 17,00 Euro und gilt für das ganze Museum. Es lohnt sich also, etwas früher zu kommen und die übrigen Säle des Städels zu besuchen. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis Freitag, 18.9., unter asmeine@gmx.de oder Tel. 0162 7474131.

Johannis, oder „midsummer madness“, 2026

„Wahn! Wahn!
Überall Wahn!“

So besingt der Meistersinger Hans Sachs den Wahnsinn der Welt.

„Wahn! Wahn!

Überall Wahn!
Wohin ich forschend blick‘,
in Stadt- und Weltchronik,
den Grund mir aufzufinden,
warum gar bis aufs Blut
die Leut‘ sich quälen und schinden
in unnütz toller Wut!
Hat keiner Lohn
noch Dank davon:
in Flucht geschlagen,
wähnt er zu jagen;
hört nicht sein eigen Schmerzgekreisch,
wenn er sich wühlt ins eig’ne Fleisch,
wähnt Lust sich zu erzeigen!

Gott weiss, wie das geschah?“ (Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg, 3. Akt)

Aber weil es eben die verrückte Zeit um die Johannisnacht ist, die Zeit der „midsummer madness“, die auch Shakespeare kennt und nennt und ihr ein ganzes traumhaft wundervolles Stück widmet, in der alle Welt verrücktspielt – auf nette und überaus lustige Weise verrücktspielt – wechselt auch Hans Sachs bei seinem Meister Richard Wagner das Register bei der Ursachenforschung. Die ernste Frage beantwortet er sich mit einem Spaß:

„Ein Kobold half wohl da:
ein Glühwurm fand sein Weibchen nicht;
der hat den Schaden angericht’t.
Der Flieder war’s: Johannisnacht!“

„Ist denn die ganze Welt verrückt geworden?“ – fragt einer meiner keineswegs immer mental stabil wirkenden Lieblingsfilmfiguren Walter (in „The Big Lebowski“); „Ist denn die ganze Welt verrückt geworden?“ – und weil das wohl nicht nur heute, sondern zu vielen Zeiten ganz entschieden bejaht werden muss, wenden wir uns Johannes dem Täufer zu, der „hamletgleich“ einer verrückt gewordenen Welt den Verrückten vorspielt, um ihre Verrücktheit wie in einem Spiegel zu zeigen und sie zu entlarven:

Normal war es jedenfalls nicht wie Johannes in die Wüste zu ziehen, sich von Honig und Heuschrecken zu ernähren, einen ausgesprochen shabby chic zu pflegen, also einen Kamelhaarmantel – aber einen von der abgerissen, verlotterten Sorte – zu tragen, interessierte Passanten auf Wunsch ins Wasser zu tauchen, ihnen zu predigen, dass sie alles falsch machen und alles anders machen sollen, und sogar den herbeigelaufenen Soldaten zu erklären, dass sie doch besser auf Gewalt verzichten mögen.

Ein verrückter Schrat – und damit würdige Ikone unserer verrückten Zeit, oder etwa nicht?

Gemeindeversammlung

Sonntag, 21. Juni 2026, 11.00 Uhr

Der Kirchenvorstand lädt interessierte Gemeindemitglieder zu einer Gemeindeversammlung im Anschluss an den Gottesdienst ein. 

Die Tagesordnung lautet:

1. Begrüßung

2. Die Thomasgemeinde im Nachbarschaftsraum

3. Verschiedenes

Der Kirchenvorstand der Ev. Thomasgemeinde Wiesbaden

Richard-Wagner-Str. 88, 65193 Wiesbaden

Johannisgottesdienst mit Johannisfeuer

Ökumenischer Freiluft-Gottesdienst mit Pfarrerin Arami Neumann und Pastoralreferent i.R. Stefan Herok am Samstag, 20. Juni 26, um 20.30 Uhr

In der Zeit um die kürzeste Nacht des Jahres wird in vielen Gemeinden Johannes des Täufers gedacht, auch in diesem Jahr wieder in St. Mauritius und der ev. Thomasgemeinde. „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“, so die Worte des letzten Propheten und Wegbereiters Jesu nach Joh 3,30. Das Johannisfeuer symbolisiert Johannes‘ Zeugnis vom „wahren Licht der Welt“. Im Anschluss an den musikalisch von Gabriela Blaudow begleiteten Gottesdienst vor der Thomaskirche (bei Regen in der Kirche) laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein.

(Foto privat)

Pfingstmontag 2026

25. Mai 2026, 10.00 Uhr vor der Thomaskirche

Der ökumenischer Gottesdienst mit St. Mauritius findet in diesem Jahr in der Thomasgemeinde statt. Pfarrer Ralf-Andreas Gmelin und Pastoralreferent i.R. Stefan Herok feiern den Pfingstmontag mit uns auf dem Vorplatz der Thomaskirche, am Flügel begleitet von Gabriela Blaudow. Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir Sie alle herzlich zu einem kleinen Umtrunk unter den Kastanien ein!