Winterkirche mit Kirchenkaffee

Wie schon in den letzten Jahren wollen wir in der Thomasgemeinde zum Energiesparen beitragen und ziehen von Januar bis März von der Thomaskirche ins Gemeindehaus. Wir laden Sie herzlich zu den Sonntagsgottesdiensten ein und freuen uns, wenn Sie im Anschluss auf einen Kaffee oder Saft mit Gebäck noch ein wenig bleiben.

Am Sonntag, 25. Januar 2026, findet der Gottesdienst um 11.00 (!) Uhr mit den anderen Gemeinden und dem Verkündigungsteam unseres Nachbarschaftsraumes in der Versöhnungsgemeinde, Kirchbachstr. 44, statt. Für eine Mitfahrgelegenheit wenden Sie sich bitte an unser Gemeindebüro (Di/Mi) oder unter Tel. 0162 7474131.

Ein weiterer gemeinsamer Gottesdienst mit dem Verkündigungsteam im Nachbarschaftsraum findet am Sonntag, 22. Februar 2026, um 10.00 Uhr in der Marktkirche statt. Hierzu möchten wir Sie ebenfalls herzlich einladen!

Altjahresabend 2025

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.

(Brief an die Hebräer 13, 8b-9)

„Was gibt’s Neues?“ – hat mein Vater – Gott hab ihn selig – regelmäßig zur Begrüßung gesagt und gefragt. „Was gibt’s Neues?“ Das war zum einen – so habe ich die Frage gedeutet – das Interesse am Leben der Kinder, an dem er mit den Jahren ja nicht mehr direkt teilnahm; und das war zum anderen die Sorge vor schlechten Neuigkeiten, die ihn mehr und mehr beherrschte. Lange vor dem Zeitalter des „Doomscrolling“ auf unseren Telefonbildschirmen saß er eigentlich täglich vor dem Fernseher, um in langer Folge Nachrichtensendung um Nachrichtensendung anzuschauen, die ihn, auch wenn es wenig Neues gab, zuverlässig mit kleinen und großen Kalamitäten aller Art versorgten. Verstehen konnte ich das damals nicht, oft genug habe ich darauf mit Unwillen reagiert, zumal es mir wie eine Art Fluch erschien, unter dem er stand – und unter dem heute so viele von uns stehen. Nachrichten als Sucht und Fluch zugleich. Only bad news are good news.

Für mich passt das gut zu einer Redensart, die wohl entgegen einer häufigen Zuschreibung nicht, oder zumindest nicht direkt aus dem Chinesischen stammt „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“ Und sie ist anders als es vielleicht ein erster Eindruck erscheinen lässt, nicht als Segenswunsch, sondern als Fluch gemeint. „Mögest du in interessanten Zeiten leben!“ Denn das Interessante, das Neue ist hier das, was die Betroffenen plagt. Interessante Zeiten in diesem Sinne sind schlimme Zeiten, sind Seuchen- und Hungerjahre, sind Krisen und Kriege, Umstürze, Bankenzusammenbrüche und Firmenpleiten – wir wissen, was gemeint ist. Ein bisschen langweiliger, wäre schon schön.

Ein bisschen langweiliger, wäre schon schön. Also etwa so langweilig, wie die gute Nachricht von heute klingt: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Langeweile als Programm. Der Vers müsste ja wohl – so stelle ich mir vor – der Alptraum jeder kirchlichen PR-Abteilung sein, die sich – stets auf der Suche nach dem heißesten Scheiß – der guten alten Botschaft, des Evangeliums schämt. Immer dasselbe. Immer so weiter. Alle Jahre wieder. Langweile vertont und gesungen.

Wir folgen aber heute nicht der bisweilen kopf- und atemlosen kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit, sondern dem Evangelium selbst. Gerade jetzt zum Jahreswechsel erklingt das Lob der scheinbar langweiligen, der vermeintlich uninteressanten Verlautbarung von der Beständigkeit und der Verlässlichkeit Gottes, und sie klingt ziemlich passend. Wenn alles fällt, bleibt doch der Eine bestehen. Wenn sich alles in Auflösung befindet, finden wir festen Halt an Gott. An ihm möge unser Herz fest werden – in den Worten unseres Autors, den wir außer durch seinen Brief nicht weiter kennen.

Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

Diese Worte gehören zum Schlusskapitel seines Briefes an die Hebräer. Sie formulieren noch einmal prägnant die Gebrauchsanweisung seines Schreibens, so wie andere seiner Schlussworte ebenfalls zusammenfassend auf den praktischen Nutzen zielen:

Wenn er etwa das Vorübergehende unserer Existenz betont; Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Als wanderndes Gottesvolk versteht er die christliche Gemeinde; in der Nachfolge des Wanderers Jesus; im Rückblich und Anklang an das Volk der Hebräer, das sich immer als herumziehend, als nomadisch verstand, mit allen Konsequenzen für das praktische Leben.

Praxis klingt auch an, wenn es ihm um die Nächstenliebe als von den Juden erlernte christliche Grundtugend geht; Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott. Als erste und wichtigste Wanderregel gilt, dem anderen beizustehen – dem anderen, mit dem ich wandere, und dem anderen, dem ich begegne.

Wir könnten nun ein ums andere Thema, und zahlreiche, im Grunde jeden seiner Aussprüche betrachten – und immer würden wir erleben, dass der Autor an die Hebräer nicht auf der Suche nach Neuem ist, keine Neuigkeiten formulieren möchte – sondern in der gebotenen Ausführlichkeit und Umständlichkeit das Uralte seiner Botschaft herausstellt. Wichtig, bedeutend, gültig, sinnvoll – ist das was er zu sagen hat, nicht weil es neu ist, sondern weil es alt ist. Weil das Wesentliche das Alte ist.

Man könnte das beinahe für ein fernes Echo des Prediger Salomo halten, seines „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ – nur das dieser in tiefer Resignation dann gleich alles für absurd und nichtig erklärt hat: „Es ist alles ganz eitel, alles absurd, alles Windhauch, alles nichtig und flüchtig wie Kains Bruder Abel: Häbäl Habelim.“ Die Sehnsucht nach Neuem, Sucht und Fluch der neuesten Nachrichten verwandeln sich ihm in eine tiefe Skepsis am Leben, in eine beinahe zynische Lebensunlust: Alles schon geseh´n, alles schon erlebt, was soll ich dort?

Im völligen Gegensatz zum Prediger Salomo nimmt der Autor unseres Briefes an die Hebräer das Neue im Alten war, als das Alte, das wesentlich bleibt. Für ihn, wie für uns, ist dieses uralte Neue mit dem Namen Jesus Christus verbunden:

1Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, 2hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat. 3Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe 4und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name. (Hebräer 1)

Was gibt’s Neues? Gibt’s was Neues? Das Neue ist, dass das Uralte, von dem heute die Rede ist, gültig bleibt, weil es nicht veraltet. Der erste Anfang durch Gott bleibt sozusagen aktiv in seinem Sohn. „Schöpfung“ meint den ersten Anfang, der fortwährend neue Anfänge ermöglicht und verwirklicht. Jung bleiben wir, solange wir solche Anfänge für möglich halten. Neujahr und unsere Art es zu begehen, bezeichnen im besten Fall die kulturelle Aneignung der Kategorie Schöpfung: Siehe, ich mache alles neu! (Jahreslosung 2026). Amen.

Heiligabend 2025

Weihnachten ohne Glauben ist wie ein Leben ohne Mops: möglich aber sinnlos. Nicht allen vermittelt sich die tiefe Wahrheit solcher Sätze. Manche können sich ja sogar ohne den Besuch bei der Pufferchristel auf den Besuch des Christkinds vorbereiten. Und natürlich kann auch darüber streiten, wer mag. Aber vielleicht doch lieber zum Anlass nehmen, darüber nachzusinnen, was einem wirklich wichtig ist an Weihnachten. Was macht für uns Weihnachten zu Weihnachten?

Noch der wildeste, verstörendste ausgewachsene Feiertagsnotstand – sei er am Bildschirm erlebt oder im richtigen Leben erlitten – vermittelt, was Weihnachten eigentlich ist. Zu den kanonischen, in jeder Saison unbedingt zu sehenden Weihnachtsfilmen meiner Familie gehören deshalb wie bei vielen die Klassiker wie „Schöne Bescherung“ oder „Kevin allein zu Haus“ und manchmal muss es einfach „Stirb langsam“ sein mit Bruce Willis als unserem Weihnachtsmann.

Gerade die Leerstellen und Abwesenheiten, die Übertreibungen und Fehlleistungen zeigen an, was eigentlich gemeint ist mit dem Fest aller Feste. Manchmal brauchen wir Abstand, um das zu verstehen, und manchmal noch mehr Abstand, um darüber zu lachen. Weißt Du noch, als wir keinen Weihnachtsbaum hatten – und das inmitten der Weite der Wälder Schwedens, die noch nie kein Fuß betreten hat außer unseren – so kam es uns wenigstens vor; weißt du noch, als wir in unserer rotbemalten Bullerbü-Hütte gleich zwei Festtagsschmause hatten nach zwei konkurrierenden Traditionen – und keiner uns schmeckte; weißt Du noch, als uns ein Kind geboren war – das uns den Frieden nicht brachte, sondern nahm. Selten war ein Weihnachten so verkorkst; und selten hat ein so verkorkstes Weihnachten so genau gezeigt, was an Weihnachten wichtig ist und was nicht.

Und dabei plädiere ich doch keineswegs für das absichtliche Scheiternlassen der Feier; keineswegs für Nachlässigkeit bei der Vorbereitung oder Unachtsamkeit beim Fest; vielmehr dafür, alles für sein Gelingen zu tun; aber wohl wissend, dass das gar nicht in unserer Macht steht; und wohl wissend, dass auch noch die verkorkste Wirklichkeit die Wahrheit von Weihnachten nicht beschädigen kann, und zwar weil diese eben in seiner Möglichkeit liegt.

Denn: Das was wir an Weihnachten feiern ist eine Möglichkeit, die liegt in der Zukunft, und bezeichnet eine Hoffnung. Das ist theologisch entscheidend! Die Weihnachtsbotschaft: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens! – diese Botschaft bezieht sich nicht einfach auf eine andere Wirklichkeit – etwa in einem Paralleluniversum unserer selbstgebackenen Wünsche und selbstgebastelten Träume – sondern auf eine Möglichkeit, die Gott durch seine Engel und Propheten verkünden lässt und die Gott selbst herbeiführen wird. Nichts gegen Basteln und Backen an Weihnachten, nichts gegen Wünsche und Träume zum Fest – aber gemeint ist schon was anderes und in den Worten des Propheten Hesekiel klingt das damals wie heute so:

Mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht David soll für immer ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer. Meine Wohnung soll unter ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein, damit auch die Völker erfahren, dass ich der Herr bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird. Amen.

Ein guter König, Frieden und Herrschaft des Rechts, Wohnung und Heimat für alle Menschen, Bund und Freundschaft unter den Völkern: zu viel um es schon für wirklich zu halten, zu wenig als bloße ort- und zeitlose Utopie; aber nicht mehr und nicht weniger als Gott es für seine Zukunft für uns verkünden lässt.

Man kann ja schlecht behaupten, dass die Weihnachtsbotschaft schon im Weihnachtsgeschehen erfüllt worden wäre. Ganz im Gegenteil haben wir auch heute wieder – alle Jahre wieder! – von den Nöten jener Zeit gehört, die wir aus unserer Zeit allzu gut, besser als wir uns das wünschen würden, kennen: Herrscherlicher Größenwahn – Make Rome Great Again!, Fremdherrschaft ohne Recht und Gesetz, Macht durch Gewalt, Krieg als Politik, Bedrückung der Armen, Mangel an Obdach und medizinischer Pflege, Unheiliges im heiligen Land.

Und dennoch erklingt ausgerechnet dort die Botschaft der Propheten und der Chor der Engel: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens! Für einen Moment bescheint das göttliche Licht noch den finstersten Ort dieser Erde; zeigt unübersehbar an, wie Gott seine Schöpfung gemeint hat und immer noch meint: als moralisches Universum, in dem jeder Akt des Rechts die Gerechtigkeit stärkt und jeder Akt der Nächstenliebe unweigerlich den nächsten nach sich zieht. Wäre doch schade, wenn ausgerechnet mit unserer Generation diese Glaubenswahrheit von Weihnachten verstummen sollte.

„Wenn´s aber keinen Gott gibt und keine Macht, die die unterschiedlichen Elemente zusammengefügt, was sind dann Worte, und woher kommt das innere Licht?

Und woher kommt die Freude? Wohin geht das Nichts? Wo wohnt die Vergebung?

Warum verschwinden die kleinen Träume am Morgen und die großen wachsen?“ (Adam Zagajewski)

Darum eben: Weil es Gott gibt; und weil Gott an Weihnachten Mensch geworden ist; und weil er unser König sein will. Amen.

Gott spricht: Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. (Ezechiel 34, 16)

Auf etwas warten heißt, Änderung erwarten. Das sollten wir, die happy few dieser Erde, denen es rundum gut geht, in Betracht ziehen in unseren Lebensplanungen, wenn Änderungen durch Gott anstehen. Und die anderen, die meisten also, können sich freuen, dass sich was zum Besseren mit Gottes Ankunft ändert und ihre Not gelindert wird. Wissen wir das? Nein, und das macht das Denken und Reden über den Advent, wenn wir ihn denn nun ernst nehmen wollen und für wahr halten, unanschaulich. Was könnte da dieses Jahr passieren? Und warum ausgerechnet diesmal?

Die Bibel sieht für diesen Fall das Auftreten von Propheten wie Ezechiel vor, die sich weniger als Wahrsager denn als „Wahrnehmer“ verstehen. Diese ergründen keine fernen Zukünfte, sondern betrachten auf ihre überaus genaue Art die Gegenwart, die sie vorfinden. Und sie gleichen sie mit den von Gott gewollten Verhältnissen ab. Oft werden Propheten, wenn man den ersten Irrtum ihrer angeblichen Wahrsagerei über die Zukunft erkannt hat, daher für Gesellschaftskritiker gehalten, die insbesondere die sozialen Ungerechtigkeiten ihrer Umwelt aufs Korn nehmen. Da ist natürlich was dran, aber auch das trifft es nicht ganz. Eigentlich geht es ihnen ausschließlich um Gottes Willen, wie sie ihn verstehen. 

Das Erbarmen Gottes soll sich im Handeln von uns Menschen spiegeln. So wie Gott sich zu uns beugt, sollen wir uns zu den Mitmenschen hinwenden, die es nötig haben. Niemand muss uns sagen, wer das ist oder sein könnte, zu offensichtlich und zu bekannt ist die Not, die uns begegnet. Ezechiel findet eine Wendung, die möglichst umfassend Notleidende in den Blick nimmt: Gott spricht: Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. 

Klaus Neumann

Adventsgottesdienste mit musikalischen Gästen

Am 1. Advent, 30. November 2025, um 10.00 Uhr wird der Gottesdienst in der Thomaskirche mit Pfarrerin Bea Stöhr und Kirchenmusikerin Gabriela Blaudow vom Bläserkreis des Wiesbadener Knabenchors (Leitung: Frederic Panitz) begleitet.

Am 3. Advent, 14. Dezember 2025, um 10.00 Uhr spielt das Blockflötenensemble unter der Leitung von Annemarie Hickethier beim Gottesdienst in der Thomaskirche. Dieser wird gehalten von Pfarrerin Bea Stöhr. An der Orgel: Gabriela Blaudow.

Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit!

Krippenspiel in der Thomaskirche: Mitspielerinnen und Mitspieler gesucht!

Für das Krippenspiel im Weihnachtsgottesdienst, am 24.12. um 16.00 Uhr, suchen wir noch Mitwirkende! Eingeladen sind Kinder zwischen 5 und 12 Jahren, die Spaß am Mitspielen in einer Gruppe haben. Auch Erwachsene, die Ideen fürs Bühnenbild oder die szenische Umsetzung haben oder im Hintergrund helfen möchten, sind herzlich willkommen! Die Proben für kleinere Sprechrollen sind am 15.12., 17.00-18.00 Uhr, 22.12., und, 23.12., jeweils 10.00-11.30 Uhr. Für größere Rollen und Lieder beginnen die Proben ab Montag, 20.10, zu den Kinderchorzeiten. Wer Lust hat mitzumachen, melde sich gerne mit Altersangabe bei unserer Kirchenmusikerin und Kinderchor-Leiterin: gabriela.blaudow@googlemail.com.

Egon Eiermann – Kirchenbau der Moderne

Mutschler Striffler Rossmann Schell
Egon Eiermann baut mit der Matthäuskirche in Pforzheim und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin die beiden wichtigsten evangelischen Kirchen der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Sie sind geprägt von einfachen geometrischen Formen und der Sichtbarkeit der technischen Mittel, teilweise unter Verwendung industriell gefertigter Formteile. Gegenwärtigkeit, Einfachheit und Klarheit sind Kennzeichen seiner Architektur.

In unterschiedlicher Weise, aber jeweils mit deutlichem Bezug errichten ehemalige Schüler und Mitarbeiter von ihm ebenfalls bedeutende, vielfach ausgezeichnete evangelische Kirchenbauten dieser Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs:
Carlfried Mutschler die Pfingstbergkirche in Mannheim, Helmut Striffler die Trinitatiskirche in Mannheim, Erich Rossmann die Lukaskirche in Karlsruhe und Rainer Schell beginnend mit der Christuskirche in Niederlahnstein gleich sechs weitere individuelle Varianten dieses Typs, zu denen auch die Thomaskirche in Wiesbaden gehört.
Auch wenn sich die Genannten in weiteren Bauten teilweise weit von Eiermann entfernen, zeigen die Beispiele Kreativität und Qualität seiner Idee vom Bauen.

Kirchenbau der Moderne
Kirchenbau der Moderne

Klaus Neumann, Layout: Jutta Rösner