Hervorgehoben

Frühlingskaffee

Samstag, 9. Mai 2026, 15.30 Uhr, Gemeindehaus

„Wie lieblich ist der Maien / aus lauter Gottesgüt, / des sich die Menschen freuen, / weil alles grünt und blüht.“ (EG 501)

Die ev. Thomasgemeinde lädt Sie herzlich ein zu einem gemeinsamen Nachmittag im Gemeindehaus mit Erdbeerkuchen, Kaffee und Tee und viel Gelegenheit für nette Gespräche. Gabriela Blaudow spielt und singt eine Auswahl der schönsten Frühlingslieder mit uns.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis zum 6. Mai 2026 im Gemeindebüro unter der Tel. 0611 20 46 331 oder Thomasgemeinde.Wiesbaden@ekhn.de.

„Tempel, Kirche, Weihestein“ – Museumsführung im sam

Sonntag, 19.4.2026, 16.00 Uhr: sam – Stadtmuseum am Markt in Wiesbaden

Ev. Thomasgemeinde und Kath. Kirchort St. Mauritius

Waren Sie schon einmal im sam? Direkt unter dem Marktplatz sind faszinierende Schätze aus der Römerzeit, dem Mittelalter und der Neuzeit zu entdecken, die man in unserem Stadtgebiet gefunden hat. Jedes der 200 Objekte erzählt eine eigene Geschichte. Der Weihestein aus dem Mithras-Heiligtum etwa: er stammt vermutlich aus einem Mithrastempel Ecke Coulinstraße/Am Römertor, der um das Jahr 260 von den Alamannen zerstört worden war. Oder der Stein des Eppo, ein Zeugnis des Christentums in Wiesbaden zur Zeit der Römer, oder die barocke Seitentür der ursprünglichen St. Mauritius-Kirche am Mauritiusplatz mitten in Wiesbaden, die den Brand von 1850 überstand…

Wir laden Sie alle herzlich zu einer einstündigen Führung unter dem Titel „Tempel, Kirche, Weihestein“ durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum am Markt ein! Der Treffpunkt ist um 15.50 Uhr im Museumseingang. Die Führung ist für die Teilnehmenden kostenlos, ebenso der Eintritt ins sam. Das Museum freut sich über eine Spende. Im Anschluss an die Führung kehren wir noch ein, wer mag.

Gerne können Sie sich bis 16.4.26 unter asmeine@gmx.de oder Tel. 0162 7474131 anmelden.

Ostermontag, 6. April 2026

Als sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe. Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Da sie es aber noch nicht glauben konnten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm’s und aß vor ihnen.

Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden. (Lukas 24,36-45)

Essen ist Leben!

Wer isst, wer essen muss, lebt. Wer ist, isst.

Das dürfte so etwa der Beweisgang unserer österlichen Anekdote sein, die ja auch etwas Komisches hat, wenn man sie nämlich als Gespensterprobe liest: Kommt ein Geist zu einer Mahlzeit … Dem, den man für einen Geist hält, auch nach ausführlicher Betrachtung und Berührung für einen Geist halten muss, dem wird Fisch vorgelegt, um ihn auf die Probe zu stellen: denn Geister, das wusste schon damals jedes Kind, so scheint´s, haben keinen Appetit. Aber was passiert? Der vermeintliche Geist verspeist sichtlich angetan die Mahlzeit; voila, kein Geist; siehe da, ein Mensch! (Umgekehrt funktioniert der Test leider nicht, denn merkwürdigerweise verweigern nicht nur Geister sondern auch manche Menschen Fisch zur Mahlzeit.)

Essen ist Leben! Das stimmt ja nicht nur biologisch (Lebewesen brauchen Energie, die sie sich bekanntlich durch Nahrung zuführen), nicht nur kulinarisch oder meinetwegen ökotrophologisch – sondern auch sozial – im Alltag und anlässlich von Festen und Feiern. Auch die Gemeinschaft Jesu feierte ihre Gemeinschaft regelmäßig als Mahl. Das gemeinsame Essen ist noch heute für viele der Moment am Tag, wenn wir unsere Familie und Mitbewohner treffen, unsere Gemeinsamkeit erleben; und die wir eben an besonderen Tagen – an Geburtstagen – an Feiertagen, doch auch jetzt zu Ostern! – feiern; das darf dann auch mal etwas größer und etwas mehr sein als sonst. Ein Fest ohne Festessen ist kaum denkbar. Warum nicht ein Stück gebratener Fisch?

Andere Tests auf menschliches Leben lassen sich denken. Sie müssten geeignet sein, das zu prüfen, was uns zu wirklich lebenden, wahrhaft lebendigen – also liebenden, mitfühlenden, denkenden, strebenden – Menschen macht. Und dabei dürfte die Unterscheidung der Menschen von Geistern an Bedeutung verlieren – und die Unterscheidung der Menschen von Maschinen und ihren Programmen gewinnen. Alle Welt spricht von KI, von künstlicher Intelligenz, und dass ihre Produkte kaum oder gar nicht mehr von denen von Menschen zu unterscheiden seien. Ob das stimmt? Oder ob das nicht ein alter Fisch ist, der uns da vorgesetzt wird und uns entgegen stinkt. Ich behaupte: Noch der Gestank von Gammelfisch besteht demgegenüber den Wirklichkeitstest; um wieviel mehr der verführerische Duft einer Bouillabaisse, wie sie mir in letzter Zeit gelegentlich gelingt.

Aber es mag schon sein, dass wir uns gelegentlich täuschen lassen; oder – wie ich finde – noch schlimmer: dass wir uns selbst täuschen, also selbst hinter unseren menschlichen Möglichkeiten zurückbleiben und von Maschinen ununterscheidbar werden. Vielleicht produzieren wir einfach selbst zu viel überflüssigen Text, der doch genauso gut – oder genauso schlecht! – künstlich hergestellt werden könnte. Dann wäre der Test, dem wir uns zu stellen haben, nur noch das zu produzieren, was uns als Menschen zeigt – mit unserer Lebendigkeit, unseren Gefühlen, unserer natürlichen Intelligenz und in unserem künstlerischen Ausdruck. Jeder Mensch ist ein Künstler! Eben, aber nicht seine technische Reproduktion. Auf ziemlich unwahrscheinliche Weise nötigte uns damit der Umgang mit sogenannter künstlicher Intelligenz, uns unserer Menschlichkeit zu vergewissern und unser Gegenüber darauf zu testen – ganz anders und ganz gleich wie in unserer Ostergeschichte vom gebratenen Fisch.

Die Osterbotschaft verkündet den Sieg des menschlichen Lebens über die Mächte des Todes. Darauf gibt es keinen Test außer dem, dass wir uns als lebendige Menschen zeigen, die das Leben lieben.

Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Johannes 20,29)

In Sammlungen von Bildern alter Meister, die ich gerne besuche, ziehen mich die – ziemlich häufigen – Abbildungen des „ungläubigen“ Thomas besonders an. Ist er doch Hausheiliger und Namenspatron unserer Thomasgemeinde. Das verbindet, vielleicht geht es anderen mit ihrem Namensgeber genauso. 

Oft genug gerät die Darstellung des in die offene Wunde Jesu fassenden Thomas sehr körperlich, manchmal drastisch, so dass das Anschauen beinahe wehtut – wie hier auf einem mittelalterlichen Gemälde aus unserem Wiesbadener Museum. Das Gemälde wird, wenn ich mich nicht verguckt habe, anders als Taylor Swifts Ophelia aktuell gerade nicht gezeigt; aber demnächst bestimmt wieder.

(Foto: K. Neumann. Oberdeutscher Meister: Christus und der ungläubige Thomas, um 1520, Ausschnitt, Museum Wiesbaden)

Ich weiß nicht, ob ich diesen Umgang mit einer Wunde – sie offen zeigen, sie berühren – für nachvollziehbar halte. Der Griff hinein wäre ein Übergriff. Schon aus Gründen der Hygiene verhüllen wir unsere Wunden. Aber auch als Zeichen unserer Verletzlichkeit zeigen wir sie gewöhnlich nicht: Das muss ja nicht jeder sehen, wie schlecht es einem gerade geht. Und wenn wir uns nicht ausgerechnet die Chirurgie zum Beruf erwählt haben, scheuen die meisten von uns vor offenen Wunden zurück und schauen reflexhaft weg. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Thomas ist kein Arzt – die Wunde des gekreuzigten Auferstandenen wäre ohnehin nicht zu heilen – sondern er untersucht die Wunde Jesu, weil er etwas wissen will, ob nämlich die Erscheinung des Auferstandenen „real“ ist. Ihm reicht nicht die Auskunft anderer und nicht der bloße Anblick, der reine Schein, sondern er will es genau wissen, seinen Glauben vertiefen durch Zugriff und Eingriff, durch eigene Erfahrungen. Dabei kann ich aus Mangel an eigener Erfahrung keine Auskunft darüber geben, wie sich eine überzeugende Auferstehungserscheinung darzustellen hätte.

Die Botschaft ist ja dennoch unmissverständlich: Was er nicht selbst gesehen und gefühlt hat, kann Thomas nicht glauben. Das dürfte jeder schon einmal so gehört und die meisten auch wohl gelegentlich selbst so gedacht haben. Genau das aber kritisiert Jesus, wenn er spricht: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Mit diesem – keineswegs „ungläubigen Thomas“! – glauben, könnte also heißen, dass bei aller Kritikwürdigkeit und Unzulänglichkeit meines Glaubens, meine Bemühungen darum nicht umsonst sein müssen. Zweifel sind kein zwingender Trennungsgrund. Sie können auch Anreiz sein, den Glauben trotz allem für interessant zu halten und seinen Gegenstand erst recht ergreifen zu wollen: „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ 

Klaus Neumann

Frühlingskaffee

Samstag, 9. Mai 2026, 15.30 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Frühlingskaffee im Gemeindehaus bei Erdbeer-kuchen, Kaffee und Tee und gemeinsamen Liedern mit Gabriela Blaudow am Klavier.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis Mittwoch, 6. Mai, im Gemeindebüro unter Tel. 0611. 20 46 331 oder per Mail.

Winterkirche mit Kirchenkaffee

Wie schon in den letzten Jahren wollen wir in der Thomasgemeinde zum Energiesparen beitragen und ziehen von Januar bis März von der Thomaskirche ins Gemeindehaus. Wir laden Sie herzlich zu den Sonntagsgottesdiensten ein und freuen uns, wenn Sie im Anschluss auf einen Kaffee oder Saft mit Gebäck noch ein wenig bleiben.

Am Sonntag, 25. Januar 2026, findet der Gottesdienst um 11.00 (!) Uhr mit den anderen Gemeinden und dem Verkündigungsteam unseres Nachbarschaftsraumes in der Versöhnungsgemeinde, Kirchbachstr. 44, statt. Für eine Mitfahrgelegenheit wenden Sie sich bitte an unser Gemeindebüro (Di/Mi) oder unter Tel. 0162 7474131.

Ein weiterer gemeinsamer Gottesdienst mit dem Verkündigungsteam im Nachbarschaftsraum findet am Sonntag, 22. Februar 2026, um 10.00 Uhr in der Marktkirche statt. Hierzu möchten wir Sie ebenfalls herzlich einladen!