Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe

„Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe, der da reicht von der Erde bis zum Himmel“, was der Autor, Martin Luther, vor ziemlich genau 500 Jahren (in seiner Predigt am 7. Tag nach dem Sonntag Invokavit, am 15. März 1522), vielleicht nicht ganz so überschwänglich ausgesprochen hätte in einem backheißen Sommer wie diesem. Er selbst und seine Zeitgenossen des 16. Jahrhunderts hatten eher mit dem Gegenteil, einer sogenannten „kleinen Eiszeit“ zu kämpfen, die aber ebenfalls Missernten und Not mit sich brachte; und die übrigens genau wie unsere Klimaprobleme heute die Menschen als widernatürlich empfanden. Nur dass damals der Teufel und seine Leute verantwortlich gemacht wurden und heute wir höchstpersönlich und selbst dafür verantwortlich sind.

Vielleicht hat der Autor, der nämlich gerade in seiner Predigt über das Abendmahl nachdachte, den Duft seines Abendessens in der Nase gehabt: einen leckeren Auflauf, eine raffinierte Pastete, ein üppiges Brathähnchen, wer weiß? Vielleicht hat er sich auch an die Aromen der Küche seiner Kindheit erinnert, an köstliche Kuchen von Mutter oder Großmutter, wie sie auch uns träumend nun nicht mehr in die Nase, aber in den Kopf steigen: ach, dieser Apfelkuchen! Vielleicht hatte er auch nur einfach Kohldampf; wofür einiges spricht, da seinerzeit die Kartoffel noch nicht über den Atlantik gesetzt hatte und Fleisch ein seltener Festschmaus war.

Den glühenden Backofen ohne Backduft zu denken, verbietet sich schon aus Gründen der Energieeffizienz. An kalten Tagen war ein solcher Backofen die einzige Heizung und machte die Küche zum Mittelpunkt der Wohnung. Noch lange konnte man – wie mein lieber Vater, Gott hab ihn selig, es getan hat – vom Kanonenofen der Kindheit schwärmen, um den sich an Wintertagen die Familie versammelte, dem Knistern und Knastern von Holz und Kohle zuhörte, was ja nicht selten Unterhaltung genug ist. Der nur dem Namen nach kriegerische Ofen war mit seiner abstrahlenden Wärme ein Bild des Friedens, des Wohlbehagens, der Geselligkeit und des Schutzes. Wie wird es sein, wenn wir uns womöglich im nächsten Winter um die gerade noch hastig zusammengekauften Ölradiatoren und Heizlüfter sammeln und Wärme suchen?

Gott strahlt seine Liebesenergie in die Welt hinaus. Das zu bedenken, löst zunächst keins unserer aktuellen Probleme, aber es stellt sie in ein anderes Licht. Der Mensch lebt nicht von Holz und Kohle, nicht von Atom, Gas oder Wind allein, sondern von der wie ein glühender Backofen ausstrahlenden Liebe Gottes. In der zitierten Predigt Luthers geht es um das Abendmahl als Zeichen dieser grenzenlosen, überschwänglichen Liebe Gottes – und mehr noch darum, diese Liebe unter den Menschen auszubreiten, also Gemeinschaft zu suchen, gegenseitig zu helfen, Gott im Angesicht des Nächsten zu erblicken.

Not stresst, Mangel kann entzweien, wissen wir und haben wir zuletzt mit Corona und in unserer Reaktion auf den schrecklichen Krieg in der Ukraine erlebt; Mangel und Not können aber auch Impulse zur Solidarität geben, Energien der Hilfe freisetzen; auch das haben wir in den jüngsten Krisen erfahren. Darum soll es gehen, wenn wir die Liebe Gottes spüren, dass wir sie weitergeben. Wie das am besten geht, müssen wir jeder selbst herausfinden, aber wir wissen es ja auch schon. Ich für meinen Teil habe vor, mich noch mehr als bisher an Herd und Ofen zu stellen und von dort aus Gemeinschaft zu pflegen. Es muss ja nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen. Auch aus unserem Backofen kann zwischen den herüberwehenden Aromen von Kohl und Wurzeln die Liebe Gottes strahlen: „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist“ (Psalm 34,9)

Klaus Neumann, Pfarrer der Thomasgemeinde

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. (Johannes 6,37)

Auch in diesem Jahr erreichen uns nicht nur schlimme Nachrichten – die ja auch – und mehr als wir hören wollen und ertragen können, aber eben auch gute, und sei es diese eine, dass Jesus uns einlädt, empfängt und nicht abweist. Gut zu hören!

Dabei will ich nicht glauben, dass er heimlich oder offen sich über sinnvolle Regeln und Maßnahmen einfach so hinweggesetzt hätte, die doch die Schwachen schützen und den Kranken helfen sollen. Gerade denen gilt seine Einladung im gleichen Sinne und an anderer Stelle: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28)

Ich kann mir nicht vorstellen, nein, ich weiß, dass er nicht wie manche (aber doch viel zu viele, deren Dummheit uns Angst macht) einer Willkürfreiheit das Wort geredet und das Recht des Stärkeren propagiert hätte, wo er sich doch im Gegenteil immer wieder für die Schwächeren eingesetzt hat: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40) Freiheit ist immer auch die Freiheit der Schwächsten, die (also die Schwächsten und deren Freiheit) wir als Gemeinschaft zu schützen haben!

Vielleicht hätte Jesus besonnener als wir mit der Angst umgehen können und geduldiger das Ende der Seuche abgewartet, vielleicht hätte er fröhlicher die vorhandenen Nischen genutzt und vielleicht (ganz vielleicht nur!) hätte er mit seinen Wunderkräften hier und dort gezeigt, dass das Leiden so vieler nicht Gottes Willen ist. Ein gutes Wort bei seinem lieben Vater für uns eingelegt hätte er bestimmt, hat er bestimmt.

Und doch hätte Jesus sich mit uns unter das Geschehen gebeugt, hätte geschehen lassen, was auf dieser Welt geschieht, so wie er das zur Zeit seines Lebens und Wirkens gemacht hat, als er Kranke (einige wenige!), aber eben nicht die Krankheit geheilt hat, als er sich selbst für uns hingegeben hat, als er also nicht seinen Willen, sondern den seines Vaters im Himmel hat geschehen lassen. Wobei damit nicht unterstellt sei, dass Gott diese Pandemie will, aber wohl, dass Gott sie aus Gründen, die nur er kennt, geschehen lässt. Gleichzeitig setzt er Kräfte gegen das virale Böse auf vielfältige Weise frei: durch die Stärkung von medizinischer Pflege, Therapie und Forschung etwa oder durch Worte und Taten der Solidarität mit den Leidenden (ohne dass ich mir hätte vorstellen können, in welcher Weise auch die Dämonen destruktiver Irrationalität und des krassen Egoismus durch die Seuche entfesselt werden würden).

Auch das Wort, das uns als Jahreslosung für dieses Jahr gegeben ist, gehört zur Strategie Gottes gegen die Chaosmächte. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen, sagt Jesus und will uns auf diese Weise sammeln – untereinander und vor Gott – als unter Gottes Wort versammelte Gemeinde. Und will uns so stärken.

Wir haben in dieser Zeit auf neue Art erfahren, wie weit Gottes Wort reicht, weit über die physische Präsenz von Menschen hinaus; und wir haben ebenso erfahren – leidvoll erfahren – wie sehr wir solche leibliche Gegenwart vermissen, wenn wir sie entbehren müssen. Aber was immer die aktuell herrschenden Bedingungen der Begegnung mit ihm sein mögen, steht doch seine bedingungslose Einladung an uns: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Kein Wenn, kein Aber.

Klaus Neumann

Ihr esst und werdet doch nicht satt

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel. (Buch des Propheten Haggai 1, 6; Monatsspruch für den Monat September 2021)

Hiermit gestehe ich, dass ich gelegentlich eine Filiale einer Fastfoodkette aufsuche, um dort – möglichst vom Autoschalter aus – einen Hamburger (oder auch zwei) klammheimlich zu verspeisen. Mir schmeckts und ich schätze, dass ich mit diesen Ausflügen ein Kindheitstrauma verarbeite, da sich meine Eltern – Gott hab sie selig! – lange geweigert haben, Kostgeld für Junkfood zu verteilen, geschweige denn mit uns dorthin zu gehen, wo es das gibt. Heute ist es umgekehrt: zumindest meine beiden Jüngsten muss ich zu solchen kulinarischen Fehltritten überreden und versprechen, am nächsten Tag wieder selbst zu kochen. Aber bei aller verschämter Liebe zum BigMäc, sie wird nicht erwidert: man isst und wird doch nicht satt.

Haggai, der Prophet, trifft also einen wahren und wunden Punkt und es überrascht höchstens, dass einer schon vor 2500 Jahren davon spricht. Es gibt Nahrung und Getränke, die einen hungrig und durstig lassen, Kleidung, „Fast Fashion“, die einen nicht wärmt, Verschwendung, die arm macht; also insgesamt einen Lebensstil, der mehr verbraucht, und ohne dass uns das guttäte. Darauf aufmerksam zu machen wie unser Prophet Haggai und wie so viele Propheten unserer Zeit in den Initiativen und Aktionen gegen übermäßigen und zerstörerischen Konsum der natürlichen Ressourcen – darauf aufmerksam zu machen, heißt: „Nachhaltigkeit“ zu fordern.

„Nachhaltigkeit“ macht sich als Modewort verdächtig (fraglich ist allein schon, wie nachhaltig diese neue Vokabel unser Leben kommentieren wird und korrigieren kann) und wir würden es als Vokabel vergeblich in der Bibel suchen. Die von ihr gemeinte Sache finden wir aber durchaus und durchweg: „Solange die Erde steht, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8, 22). Gott selbst verpflichtet sich und uns auf Erhaltung und Bewahrung der Schöpfung, auf Nachhaltigkeit in ihrem umfassendsten Sinne. Es geht immer darum, vom Ganzen (vom „Ökosystem“, wie man früher in meiner Jugend gesagt hat) her zu denken, um es insgesamt und alles, was darinnen ist, und damit auch uns, zu schonen und zu erhalten, vielleicht so: ein gesunder Geist in einem gesunden Körper eines gesunden Menschen in einer gesunden Welt. Umgekehrt werden wir nicht lange (über)leben können in einer zerstörten Umwelt – wie uns nicht erst dieser Sommer der Wasserfluten und Feuerstürme gezeigt hat.

„Nachhaltig“ kann so vieles heißen: Dass ein Butterbrot, und was anderes ist ein Sandwich mit Fleischklops eigentlich nicht, sättigt; dass ich die Zutaten vom Sonntagsessen auch mal in der Region und nach der Jahreszeit zusammensuche; dass die Erholung nicht erst Flugstunden entfernt, sondern in ein paar Minuten im Wald beginnt; dass ich unseren Stadtwald, um den uns jeder Besucher beneidet, nicht oder nicht nur als Sportparcours gebrauche, in dem Wildtiere keine Ruhe mehr finden oder dass ich hundertjährige Bäume in ein paar Jahren nicht aus Spaß kaputtklettere (und wem meine Beispiele nicht einleuchten, findet eigene und bessere!).

Und nicht nur die naheliegenden, sondern alle Lebensbereiche – Kleidung, Wohnung, Verkehr, Kommunikation, Arbeit, Hausbau (nachwachsende Baustoffe, siehe unten!): alle Lebensbereiche könnten von der Prüfung auf Nachhaltigkeit profitieren: Brauche ich das, was ich verbrauche? Behandle ich die Sachen nach ihrem Wert? Kann und soll ich mir das leisten, was ich da will? Ist für Kinder und Kindeskinder noch was übrig?

Vom besonderen Wert der Nachhaltigkeit weiß die Bibel und unser Prophet. Der setzt seine Mahnung mit einer Verheißung fort: Achtet doch darauf, wie es euch geht! Geht hin auf das Gebirge und holt Holz und baut das Haus! Und ich will Wohlgefallen daran haben und will meine Herrlichkeit erweisen, spricht der Herr. (Haggai 1, 7f)

Klaus Neumann, Pfarrer

Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist

Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.
(Lukasevangelium 6,36; Jahreslosung für das Jahr 2021)

Es versteht sich nicht von selbst, dass wir Gott für barmherzig und schon gar nicht, dass wir ihn für einen barmherzigen Vater halten. Gerade in Zeiten der Seuche könnte man ja auch auf das Gegenteil kommen, dass er grausam wäre, ein grausamer Herrscher, der uns Menschlein mit harter Hand straft und prüft und uns zeigt, wer der Herr ist. Es soll ja sogar solche Väter gegeben haben, die ihre Kinder mit harter Hand erziehen, getreu dem Bibelwort: „Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.“ (Hebräerbrief 12,6 nach Sprüche 3,12) Und es soll sogar Theologen gegeben haben, die diese Form der schwarzen Pädagogik als die höhere Barmherzigkeit verkauften, Pfui Teufel!

Wahr bleibt, dass weder Gottes Barmherzigkeit am Lauf der Welt ablesbar ist (was die Bibel übrigens auch nicht behauptet; wohl aber gibt es historische Momente göttlicher Barmherzigkeit!), noch dass alle real existierenden Väter zum Bild der Barmherzigkeit taugen (was ebenfalls den Autoren der Bibel nicht entgangen ist; wohl aber erzählen sie und nicht nur ausnahmsweise von löblichen Beispielen!). Dennoch wissen wir, auch wenn wir selbst keinen solchen erlebt haben sollten, was mit der väterlichen Barmherzigkeit gemeint ist und nicht umsonst hat sich in der Bibel das Gottesbild „Vater“ weithin durchgesetzt – nach eher zurückhaltenden Anfängen im Alten Testament hin zur dominanten Metapher bei Jesus, der uns seinen Vater im Himmel als unseren Vater zu glauben gibt: „Vater unser im Himmel …“

Was genau ist mit der väterlichen, genauer (wie gleich zu sehen ist): elterlichen Barmherzigkeit gemeint, mit der uns Gott begegnet und mit der wir anderen begegnen sollen? Barmherzigkeit ist eher Kraft als bloße Eigenschaft, und zwar die, die von sich selbst absieht und anderes Leben schenkt: einem anderen seiner selbst Platz zum Leben einräumt. Das wird bildlich überdeutlich sichtbar an einem der vielen Begriffe für Barmherzigkeit in der Hebräischen Bibel, der nämlich zugleich auch Mutterleib bedeutet.

Natürlich ist Barmherzigkeit als das Geschenk des Lebens nicht zuerst oder vor allem biologisch gemeint, sondern umfassend als Selbstzurücknahme, als Verzicht auf eigene Ansprüche zugunsten eines anderen, der seine Ansprüche nicht anmelden, geschweige denn durchsetzen kann. Der Barmherzige gibt von dem, was er zu viel hat, einem anderen, der davon zu wenig hat. Das müsste er nicht – aber vielleicht doch und deshalb hat die Bibel Alten Testaments neben die großen Bereiche des Straf- und des Kultgesetzes den nicht geringeren des Erbarmensgesetzes gesetzt, dessen Grund und Auftrag unser Bibelwort zusammenfasst: Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.

Barmherzigkeit ist nach biblischem Verständnis nicht die philanthropische Kür der Privilegierten, die sie sich leisten können, sondern von Gott auferlegte Pflicht, sich von der Bedürftigkeit anderer anrühren zu lassen und mit ihnen die eigenen Lebensmöglichkeiten zu teilen. Sie ist der für eine gelingende Gesellschaft unverzichtbare Verzicht auf eigene Privilegien zugunsten von Solidarität mit denen, die weniger vom Leben haben, damit auch die leben können.

Klaus Neumann, Pfarrer

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe. Herr, du hilfst Menschen und Tieren. Wie köstlich ist deine Güte, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (aus Psalm 36).

Mein Lieblingspsalm spricht und singt von der alles umfassenden Gnade Gottes, der Leben und immer mehr und neues Leben schenkt. Ich spreche ihn bei den meisten Tauf- und Traugottesdiensten, die in besonderer Weise Feste des Lebens sind, das Leben feiern, und spreche ihn auch sonst gern, und denke an ihn in der Natur, am Meer, in den Bergen, unter weitem Himmel: Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist. Auch in diesem Jahr ist das so, in dem so vieles anders ist oder doch anders scheint. Eindringlich, vielleicht eindringlicher als sonst oft vermittelt die Seuche die Zerbrechlichkeit unseres menschlichen Lebens; aber wer einmal ernsthaft krank war oder einen Sterbenden begleitet hat, wusste das eigentlich schon vorher, dass wir zerbrechlich, dass wir sterblich sind; das wussten ja schon die alten Griechen, die die Menschen die „Sterblichen“ nannten und in der Bibel steht es natürlich auch: Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Psalm 90,12).

Auch unsere Psalmverse wissen davon, deuten das an, wenn von Hilfe, von Zuflucht, von Licht die Rede ist: Hilfe wovor, Zuflucht wohin, Licht in der Dunkelheit? Ohne diese Tiefendimension, ohne den Schatten über dem Bild, das der Psalm zeichnet, wäre es bloß Kitsch, ein alberner Schlager oder leerer Trivialroman. Der könnte uns allenfalls betäuben, aber nicht erheben, was er doch tut. Menschliches Leben ist hilfsbedürftig, braucht Zuflucht und Schutz, sucht Orientierung, wenn es geht, Orientierung am Licht des Lebens, damit wir nicht im Dunkeln herumirren. Zerbrechlichkeit und Sterblichkeit kränken unseren Anspruch auf Autonomie, wieso es nur folgerichtig, aber absurd ist, dass viele Menschen und mittlerweile sogar das meistens doch ganz vernünftige Bundesverfassungsgericht den selbstgewählten Tod – also die definitive Negation von Autonomie – für den letzten Test und entscheidenden Ausdruck menschlicher Selbstbestimmung halten.

(Dass wir diesem Urteil des Gerichts weniger als die notwendige Beachtung und Kritik zuwenden, gehört zu den Kollateralschäden der Seuche, die alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.) Das Leben aktiv zu beenden oder dabei zu helfen, darf nicht für staatliche oder ärztliche Pflicht gehalten werden, sondern vielmehr die Fürsorge der Lebenden für die Sterbenden. (Und dass in Zeiten der Seuche so viele Menschen unbegleitet und ungetröstet sterben mussten, das ist allerdings ihr größter Schaden.)

So wie Religion möglicherweise im Bestattungskult einen Ursprung hat, so lässt sich – glaube ich – umgekehrt unser Sterben nicht ohne den Glauben denken und ertragen. Mit dem Leben hat uns Gott das Sterben gegeben, leben können heißt sterben müssen (was hier religiös gemeint ist, aber auch biologisch stimmt.) Unsere Aufgabe als Menschen, unsere Lebensaufgabe besteht darin, das Geschenk unseres Lebens anzunehmen – zu feiern! – und dabei dem, der uns das Leben gab, so zu vertrauen, dass wir es loslassen können, wenn er es uns wieder nimmt. Nicht zufällig bildet der Himmel den Ort ab, an den uns Gott nach dem Tod führt: Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist – viel weiter, als wir uns das denken können.

Klaus Neumann, Pfarrer

Ich glaube, hilf meinem Unglauben! (Markus 9, 24)

Auf halbem Weg zwischen Glauben und Zweifel trifft mich dieses Wort. Wo kommt es her? Ein über seinen kranken Sohn verzweifelter Vater schreit es Jesus entgegen, der soll ihm helfen: Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Von Kind auf quält den Sohn ein sprachloser Geist, reißt ihn in Anfällen hin und her, droht ihn zu zerreißen, den Vater gleich mit. Es wäre keine Wundergeschichte aus dem Neuen Testament, wenn sie nicht glücklich endete: Jesus bedroht den sprachlosen Geist und gebietet ihm auszufahren und er fährt aus. Und dann liegt der Sohn da wie tot, sodass alle sagen, er sei tot. Jesus aber ergreift seine Hand und richtet ihn auf – und er steht auf! (Markus 9,14 – 29, stark gekürzt) Auch eine Auferstehungsgeschichte!

Nicht selten ist Sprachlosigkeit für unsere Probleme verantwortlich, einen dämonisch gedachten sprachlosen Geist müssen wir gar nicht annehmen; wenn das Gespräch zwischen ehemals Liebenden verstummt; wenn ich meinen Kindern nicht sagen kann, was mir wichtig ist, und umgekehrt; wenn Partner sich nichts mehr zu sagen haben. Wer redet, ist nicht tot, aber umgekehrt: wer immer nur schweigt, ist schon beinahe halbtot. Vielleicht ist es ja doch ein böser Geist, der uns die Sprache nimmt; nicht einfach nur die Worte im Munde verdreht, wie das in alten Zeiten der Teufel (der diabolus, der alles „Durcheinander-Werfer“) gemacht hat, sondern uns die Worte stiehlt, uns verstummen lässt.

Einiges spricht dafür, dass auch für unsere religiösen Probleme, für unseren Unglauben, für unsere Zweifel an Gott dem Vater, dem Allmächtigen, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und unsere Zweifel an Jesus Christus, seinem eingeborenen Sohn, und unsere Zweifel am Heiligen Geist eine Sprachlosigkeit Schuld ist. Wir können nicht (mehr?) darüber reden, was uns unbedingt angeht; nicht mehr davon, woher wir kommen, wohin wir gehen. Selbst wenn wir nicht einfach bloß abgelenkt sind und vor uns hindatteln (wer täte das nicht?), sondern uns um ernsthafte Dinge kümmern: Wissenschaft, Technik, Medizin (wer tut das schon?). Die erklären so viel, erleichtern, verbessern unser Leben, aber selbst sie können nicht unsere Lebensfragen beantworten. Hauptsache gesund? Auch der gesunde Greis ist nicht unsterblich und will wissen, wohin er geht. Das perfekte Fahrzeug kann uns überallhin und bequem transportieren, aber warum eigentlich? Irgendwann landet jeder SUV sonntags früh beim Bäcker, der auch zu Fuß erreichbar wäre. Und das menschliche Wissen war noch nie so umfassend wie heute, aber es scheint vor allem neue Fragen zu produzieren: Ich weiß, dass ich nichts weiß; das ist schon eine Menge, aber keine wirklich neue Erkenntnis.

Es ist der Alltagsatheismus, der entweder alles zu wissen meint oder von nichts Wichtigem wissen will, der uns religiös sprachlos macht. Und es braucht diese Grenzsituationen, wie sie unsere Wundergeschichte beschreibt – schlimme Krankheit, das Leiden unserer Kinder, Menschen in Not, Todesangst und Todeswirklichkeit – um uns unsere Sprachlosigkeit, unseren Unglauben zu zeigen, sie aufzubrechen, damit wir auch – vielleicht – sagen können: Ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Unsere seltsame Wundergeschichte endet mit einem seltsamen Satz: Auf die Frage der Jünger, warum sie den sprachlosen Geist nicht austreiben konnten, antwortet Jesus: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten. Also: Sprachlosigkeit kann nur durch Sprechen überwunden werden, Unglauben nur durch Glauben. Wenn ich verstumme, brauche ich einen, der mich anspricht, der mich aus meinem Schweigen erlöst. Und ich brauche einen Fürsprecher, der gelegentlich ein gutes Wort für mich einlegt bei den Menschen und bei Gott: Kommt, reden wir zusammen; wer redet, ist nicht tot.

Klaus Neumann, Thomasgemeinde

Meine Zeit steht in Gottes Händen – Psalm 31

Nach einem wunderschönen Urlaub und am Ende herrlich langer Ferien kommt die Jüngste des Hauses eines Abends nicht zur Ruhe, weint bitterlich und klagt, „dass die Zeit, dass alles so schrecklich schnell vergehe“. Nicht etwa nur Urlaub und Ferien, woran das Problem aber deutlich, ja unvermeidlich wird, sondern eben alles und wir dann doch wohl auch werden vergehen, so schnell. Wie kann man sie trösten?

Tränen und Klage, dass „die Zeit so schrecklich schnell vergehe“ erwartet man eher von 80jährigen als von einer Achtjährigen. Aber auch schon ein Kind kann über das Bedauern über das Ende der Ferien hinaus, diesen metaphysischen Schmerz empfinden, dass alles ein Ende hat, auch unser Leben. Vielleicht ist das Empfinden und das Erschrecken über diese Erkenntnis beim ersten Mal sogar am schrecklichsten, wenn es unsere Gewissheit einer stabilen Harmonie der Welt erschüttert: Nein, es wird nicht immer so sein, wie es jetzt ist; nein, das Leben geht nicht weiter, immer so weiter – zumindest für den nicht, der das jetzt denkt und empfindet und darüber schon als Kind in Tränen ausbrechen kann. Was kann uns trösten?

Erstmal so leicht nichts; und wir sollten uns davor hüten, uns und andere zu vertrösten. Das metaphysische Übel der Endlichkeit (Leibniz) des natürlichen Lebens ist genauso schlimm, wie es sich in den Wahrheitsmomenten unseres Lebens anfühlt, und es ist unheilbar. „Alles Fleisch ist wie Gras“, sagt die Bibel, sagen Jesaja und Petrus, und wer wissen will, wie das gemeint ist, hört nach bei Brahms – oder besser noch, singt gemeinsam in einem Chor das Brahms-Requiem und erlebt dann doch – gemeinsam singend – jenen nicht geringen Trost, den die Kunst und den die solidarische Gemeinschaft der Sterblichen vermittelt.

Gemeinsam den Zumutungen unseres Lebens begegnen und sie womöglich in Kunst zu verwandeln – oder sie wenigstens als Kunst zu genießen: beide Verfahren der Schicksalsbewältigung haben sich bewährt, aber eben nur soweit bewährt, wie unter Menschen möglich. Trotz anderslautender Gerüchte machen uns weder die Liebe noch die Kunst unsterblich, auch wenn beides, die Liebe den Tod des Liebenden und die Kunst den des Künstlers, überlebt. Aber Goethe und Mozart sind tot, Romeo und Julia auch, wir werden folgen. Was kann uns trösten?

Die Bibel und der christliche Glaube machen uns ein Angebot, das wir nicht leichtfertig ausschlagen sollten. Sie behaupten nicht, dass Gott unser Leben verlängert oder nach dem Tod zurückgibt. (Beides ist mit Auferweckung und ewigem Leben gerade nicht gemeint!) Gott belässt es bei unserer Sterblichkeit, aber er lässt uns unser Leben in einem neuen Licht sehen. Er schlägt uns einen Perspektivenwechsel vor. Nicht von uns aus sollen wir auf unser Leben schauen sondern von Gott aus. Ja, „alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; aber des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit“ (Jesaja 40; 1. Petrus 1).

Meine Zeit steht in Gottes Händen. Unsere menschliche Lebenszeit ist eingebettet von Gottes Ewigkeit. Wir Menschen wohnen in Gottes Ewigkeit. Wir können uns an Gott halten, weil er uns hält. Dann und so gehalten können wir uns nach dem metaphysischen Schrecken über das Ende von allem wieder der Herrlichkeit des menschlichen Lebens zuwenden. Die steht nicht für sich – sondern in Gottes Händen.

Klaus Neumann, Pfarrer der Thomasgemeinde

Zeige deine Wunde

Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben.(Johannesevangelium 20,25)

„Zeige deine Wunde“ heißt eine Installation des Künstlers Joseph Beuys aus den Jahren 1974-75, die zu ihrer Zeit große Unruhe geschaffen hat: zu irre, zu teuer, zu verstörend. Genau so muss Kunst sein! Die Installation zeigt Gegenstände aus Klinik und Pathologie und zwar jeweils paarweise. Sie verweist auf die Verletzlichkeit von uns Menschen, unsere Angewiesenheit auf jemanden, der uns liebt, und sie verweist auf die Geschichte, die den Namensgeber unserer Gemeinde bekannt gemacht hat.

Jesus zeigt dem zweifelnden Thomas seine Wunde. Dann und deshalb kann dieser an ihn glauben. Erst die Wunde, die Verletzung, die Verletzlichkeit des Menschen Jesus machen ihn glaubwürdig – für Thomas und damit für uns. Da ist einer wie wir, die wir verletzlich und verletzt leben. Die Wunde zeigt, dass Jesus nicht bloße Fiktion, nicht bloße Fantasie, keine Einbildung ist, sondern ein wirklicher Mensch, der wirkliche Mensch Jesus. So betrachtet erzählt Johannes nicht die Geschichte vom „ungläubigen Thomas“, sondern vom „wirklichen Jesus“.

Die Aufforderung des Thomas „Zeige deine Wunde“ hat seit jeher (nicht erst seit Beuys) dazu angeregt, das „Zeige deine Wunde“ zu zeigen, sozusagen als Intensiv- und Dringlichkeitsstufe der Passionsbetrachtung: Ich sehe im Thomasgeschehen nicht „nur“ den leidenden Jesus, sondern ich sehe, wie jemand den leidenden Jesus zu begreifen versucht, wie jemand deshalb mit seinen Händen in die Wunde greift, wie jemand seine Finger in die Wunde legt. Gerade die barocken Darstellungen kennen keine Scheu, uns mit dem Anblick der maximal invasiven Finger des Thomas in der Wunde des Jesus – faszinierend und erschreckend – zu verstören. So wie früher, wenn wir uns gegenseitig die blutenden Knie beim Spielen zeigten und dann – angezogen und abgeschreckt – hinschauen mussten, aber eigentlich nicht hinschauen konnten. Die Wunde zu zeigen, offenbart meine Verwundbarkeit als Mensch und weist mich damit als Mensch aus. Indem ich meine Wunde zeige, offenbare ich mich auch als Individuum, als dieser eine besondere Mensch mit dieser einen, eigenen und besonderen Wunde: Zeige deine Wunde! Worin besteht meine Verletzlichkeit, wo ist meine Schmerzgrenze, was ist meine Verwundung, die ich trage? Indem ich so frage und den anderen so fragen lasse, wird die Wunde zum Zugang zu meinem Innersten, zu dem, was mich ausmacht, zu meiner Seele. Nicht jeden geht das an, aber die, die es angeht, lernen mich kennen. Die Wunde zu zeigen, sich gegenseitig die Wunde zu zeigen, zeigen zu können, heißt Liebe, weil es das Vertrauen voraussetzt, dass dem eigenen Leiden ein Mitleiden entspricht.

Darauf – auf diesem Hineinfühlen und Mitfühlen (analog dem Fassen und Greifen der Hände) – beruhen unsere Liebesverhältnisse – zu unseren Lieben, zu Gott. Zeige deine Wunde! ist also die Aufforderung sich lieben zu lassen, seine Verletzlichkeit einem anderen anzuvertrauen, seine Verletzung zur Öffnung zum Innersten seiner selbst zu machen, sich zu offenbaren. Deshalb zeigt Jesus seine Wunden und deshalb müssen wir in der Nachfolge Jesu unsere eigenen Wunden nicht verbergen.

Klaus Neumann, Thomasgemeinde

Bewegung

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Wind und Regen gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. (Paul Gerhardt, Evangelisches Gesangbuch 361)

Unsere Spaziergänge, unsere Wanderungen, unsere Ausflüge, unsere Reisen – da steht jetzt wieder einiges an – sind alle mehr, als was sie zunächst scheinen: Zerstreuung, Erholung, Entdeckung, Bildung bestimmt – aber darüber hinaus auch noch Sinnbild für unser Leben. Das ist in Bewegung. Noch das ruhigste, scheinbar gleichförmigste, stabilste, an ein und demselben Ort verbrachte, mönchischste Leben (die Mönche sprachen von der stabilitas loci) – noch ein solches Leben ist im eigentlichen Sinne bewegt zu nennen. Unser Heidelberger Frisör erzählte uns bei jedem Besuch, dass er niemals in seinem Leben aus dem Neckartal herausgekommen sei (ob das wirklich gestimmt hat?). Und er erzählte es mit einem gewissen Stolz, denn er meinte, dass es kaum irgendwo schöner sei und sein könnte und damit hat er ja recht. Noch sein ziemlich ruhiges Leben ist bewegt, denn es durchläuft ja wie jedes die Lebensalter, durcheilt die Lebensphasen, rast mit der Zeit, in der es gelebt wird. (Ob er – der Frisör – noch lebt?) Und deshalb sagt und zeichnet eine Reise etwas über unser Leben.

Ein Ziel ist nötig, ein Weg wird gesucht, Begleitung willkommen: Wohin, wie, mit wem will ich reisen: Berge oder Meer, Städte oder Strand, Übersee oder Ostsee, wo alle anderen sind oder wo niemand ist (das kann schwer werden), wo wir schon immer oder wo wir noch niemals waren. Reisen hat ja auch etwas Spielerisches, neue Reise, neues Glück, neues Ziel. Das Ziel kann verloren gehen. Wohin und zu welchem Zweck bin ich eigentlich unterwegs? Meistens dürfte die Rückkehr nach Hause, der Wiedereintritt in unser altes Leben das eigentliche Ziel sein. Aber mit  etwas Glück haben wir vorher auf der Reise erlebt, dass sich Wege gefunden und neue Ziele gezeigt haben. In den meisten Fällen werden wir das dann nicht dem zuschreiben, der Wolken, Wind und Regen Wege, Lauf und Bahn gibt. Wir scheinen da Möglichkeiten unseres Glaubens nicht zu nutzen.

Aber genau dazu lädt uns der Dichter Paul Gerhardt mit seinem Lied ein: Dass wir uns und unsere Wege dem Gott anvertrauen, der Himmel und Erde gemacht hat; wie ja schon der ursprüngliche Psalmvers: Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen (Psalm 37,5). Ohne unsere Probleme zu verniedlichen, setzt er sie heilsam zum großen Ganzen in Beziehung. Wenn uns einer helfen kann, dann ist es der, der Himmel und Erde gemacht hat und erhält und in Bewegung hält. Der wird auch uns weiterhelfen, wenn wir ins Stocken geraten, wenn wir auf der Stelle treten, oder wenn wir in die Irre geraten, nicht mehr weiterwissen.

Und auch das zweite, dass wir unsere Kränkungen, unsere Verletzungen des Herzens und der Seele vor Gott bringen, ist einen Versuch wert. Es ist ja vielleicht kein Zufall, dass Paul Gerhardt als Seelsorger die Suche nach dem Weg mit der Sorge um unsere Seele zusammenbringt. Wir wären nicht die ersten, denen es geholfen hat – auch seelisch geholfen hat, sich in Bewegung zu setzen. Gehend, wandernd, schreitend pflegen wir unsere Seele – ob im Wiesbadener Stadtwald oder an einem fernen Strand.

Ihr Klaus Neumann