Die Nacht der Kirchen in der Thomaskirche am Freitag, 6.9.

Am ersten Freitag im September ist die „Nacht der Kirchen„! in diesem Jahr zählt auch die Thomaskirche zu den 22 Gotteshäusern, die mit einem fantasievollen, kurzweiligen und bereichernden, fröhlich-bunten und auch zur Stille einladenden Programm die Nacht zum Tag machen. Die Türen sind für alle weit geöffnet, der Eintritt ist frei, ein Bus-Shuttle durch die ganze Stadt steht zur Verfügung und für kulinarische Kleinigkeiten und Getränke zwischen den Programmpunkten ist gesorgt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

17.45 Uhr Stadtweites Glockengeläut

18.00 Uhr Abendgebet mit Pfarrer Dr. Klaus Neumann und Christian Grellmann (Orgel)







18.30 Uhr Vernissage Text · Schrift · Bild Kalligraphische Interpretationen des Schriftkünstlers Gottfried Pott

Grußwort: Felicitas Reusch, Kunstarche Wiesbaden e.V.

20.00 Uhr Ako Karim & I Giocosi (Quartett) Weltmusik, Klezmer und Jazz. Mit Ako Karim (Saxophon / Klarinette), Jens Mackenthun (Gitarre), Harald Bächer (Bass) und Gilbert Kuhn (Schlagzeug)

22.30 Uhr Nachtgedanken mit Pfarrer Dr. Klaus Neumann, Gabriela Blaudow (Klavier) und Britta Roscher (Flöte)

23.30 Uhr Gemeinsame Schlussandacht in der Marktkirche

Text·Schrift·Bild

Kalligraphische Interpretationen des Schriftkünstlers Gottfried Pott

Kunstausstellung in der Thomaskirche vom 6.9. bis 29.9.2019

Vernissage am Fr., 6.9., um 18.30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers im Rahmen der Nacht der Kirchen. Grußwort: Felicitas Reusch, Kunstarche Wiesbaden e.V.

Öffnungszeiten: Fr, 6.9., 18.30-22.30 Uhr; So, 8.9. ganztägig, So, 15. u. 22.9.: je 9.30-10 u. 11-12 Uhr, So, 29.9. 9.30-10 u. 14-19 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 0162.7474131. Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind vorhanden.

Interview mit Gottfried Pott:

Wassily Kandinsky hat einmal gesagt: „Buchstaben sind praktische und nützliche Zeichen, aber ebenso reine Form und innere Melodie.“ Herr Pott, Sie zählen zu den wichtigsten Schriftkünstlern unserer Tage. Stimmt es, dass Sie anfangs Musiker werden wollten?

Ich war lange hin- und hergerissen zwischen Musik und Bildender Kunst. Von meinem Vater, der als Autodidakt ein sehr begabter Organist und Künstler war, hatte ich die Inspiration. Ich habe zwar an der Orgel die C- und D-Prüfung gemacht, fand dann aber Gott sei Dank an der Werkkunstschule Wiesbaden das Richtige für mich. Ja, Kandinsky spricht von „Form“ und „Melodie“ der Schrift. Das heißt, wenn jemand einen Ton bildet, z.B. auf der Geige oder mit der Stimme, moduliert er diesen gleichzeitig – im Unterschied zu einem künstlich erzeugten Ton. Durch die Obertonreihe bekommt der Ton sein Volumen und seinen Klang. Wenn ich die Feder ansetze, entsteht durch Druck und Modulation der Feder eine variationsreiche Darbietung im Strich. Tonbildung und Strichbildung – das ist eine Parallele zwischen Musik und Schrift.

Was bedeuten einem Kalligraphen die 26 Buchstaben unseres Alphabets? 

Schrift kommt aus einem Bild und wird zu einem Bild. Unser A, das Aleph, geht z.B. auf das phönizische A zurück, einen umgedrehten Stierkopf. Unser Alphabet ist ein unerschöpflicher, von anderen Kulturen viel bewunderter Reichtum. Denn mit nur 26 Zeichen können wir alles ausdrücken, was wir denken. 

 Die Chinesen etwa brauchen durch die piktographische Schrift Tausende von Zeichen. Kalligraphie kann aber noch mehr. „Wenn Dichtung die Gefühle des Herzens nicht mehr auszudrücken vermag, fließen sie in Kalligraphie über und werden in Bilder verwandelt.“ So bringt es der Zen-Meister Zhao Mengfu auf den Punkt.

Das Blatt „Musika“ bezieht sich auf Martin Luthers Predigt über den 33. Psalm, er preist darin die Musik. Verraten Sie, wie Sie bei der Arbeit vorgegangen sind?

Ja, gerne. Den Schriftzug „Musika“, der in mehreren Bewegungen und verschiedenen „Farb-Tönen“ vorkommt, habe ich mit einer eigens hergestellten Ziehfeder geschrieben. Die Schrift Bastarda, ein Vorläufer der Fraktur-Schrift, greift auf die Luther-Zeit zurück und wird hier im Text neu interpretiert. Ich verrate Ihnen zwei Werkstattgeheimnisse: Der nebulöse Untergrund wurde nicht etwa aquarelliert: die chinesische Tusche wurde auf nasses Büttenpapier aufgetragen und hat sich in feinsten Abstufungen ihren eigenen Weg gesucht. Erst nach dem Trocknen kam der eigentliche Text. Und das Wort „Musika“ erscheint so strahlend weiß, weißer als das Papier mit seinen unmerklichen Tonwerten, weil ich es zuvor mit einem unsichtbaren Maskierfilm aufgetragen und dann abgerieben habe… Übrigens finden Sie unter den 24 Blättern der Ausstellung auch eines zu Luthers bedeutendem Text über das Schreiben: „Drei Finger halten die Feder, und der ganze Leib ist daran beteiligt.“

Interview: Anne Sophie Meine

Weitere Informationen zum Künstler finden Sie unter http://www.pott-design.de

Museumsführung: „Piet Mondrian – Natur und Konstruktion“

Die Ev. Thomasgemeinde lädt herzlich ein zu einer Führung durch die Sonderausstellung im Museum Wiesbaden am Dienstag, 5. Februar 2019, um 17.00-18.00 Uhr. Der Treffpunkt ist um 16.45 Uhr an der Museumskasse. Der Eintritt beträgt pro Person 10,00 €.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!  Bitte sagen Sie uns dazu bis 31. Januar im Gemeindebüro (Di/Do 9-12 Uhr; Tel.: 2046331) Bescheid und geben dabei Ihren Namen und Ihre Rückrufnummer an.

Der niederländische Maler Piet Mondrian (1872-1944) zählt mit Kasimir Malewitsch und Wassily Kandinsky zu den bekanntesten Vertretern der abstrakt-geometrischen Kunst. In Zusammenarbeit mit dem Gemeentemuseum Den Haag vollzieht das Museum Wiesbaden die faszinierende Entwicklung dieser Künstlers zwischen zwei Epochen in einer Sonderausstellung nach. Sie beginnt mit seiner naturalistischen Phase Mitte der 1890er Jahre, zeigt Werke der abstrahierenden Phase zwischen 1908 und 1917 und schließlich die Malerei der absoluten Gegenstandslosigkeit mit jenen streng geometrischen, lediglich aus den Primärfarben ausgeführten Bildern, für die Mondrian so bekannt wurde.

Museumsführung: Gerhard Richter – Frühe Bilder

Das Museum Wiesbaden zeigt  in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn und dem S.M.A.K. Gent, eine noch bis zum 17. Juni 2018 laufende Sonderausstellung zu Gerhard Richter mit dem Titel „Frühe Bilder“.

Anlässlich dieses kulturellen Highlights direkt vor unserer Haustür möchten wir Sie herzlich einladen zu einer Führung durch die Sonderausstellung am Dienstag, 22. Mai 2018, um 18.45 Uhr. Es führt uns Julia Rössel (M.A.). Die Veranstaltung dauert ca. 1 Stunde, das Museum ist bis 20.00 Uhr geöffnet.

Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Museumskasse.

Der Eintritt inkl. Führung beträgt pro Person 10 Euro bzw. 7 Euro je nach Größe der Gruppe.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir Sie um Anmeldung bei A.S. Meine unter Tel. 0611.97 44 940.

 

 

Gottes Schöpfung ist sehr gut! (Gen 1,31) – Weltgebetstag am 2. März

Der diesjährige ökumenische Weltgebetstag am ersten Freitag im März widmet sich dem kleinsten Land Südamerikas: Surinam. Seine rd. 540.000 Einwohner haben u.a. afrikanische, indische, indigene, javanische, europäische und chinesische Wurzeln – ein ethnischer, kultureller und religiöser Schmelztiegel, in einer beeindruckenden Natur, mit einer bewegten Vergangenheit und großen aktuellen ökologischen und gesellschaftlichen Problemen. An der Liturgie des Weltgebetstags, der traditionellerweise von Frauen organisiert wird, haben Vertreterinnen der fünf verschiedenen christlichen Konfessionen in Surinam mitgewirkt. Neben der römisch-katholischen Kirche spielt dort v.a. die protestantisch geprägte Herrnhuter Brüdergemeine eine große Rolle. Allein in Deutschland verbinden sich am 2. März über 100.000 Kirchenbesucher in Gebet, Liedern und Gedanken mit Surinams Frauen und den Herausforderungen ihres Alltags. Mit Kollekten und Spenden fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen.

Die ökumenische Feier von St. Mauritius, der Thomasgemeinde und der Versöhnungsgemeinde findet am Freitag, 2. März, um 18.00 Uhr in der Krypta von St. Mauritius statt. Für die musikalische Begleitung sorgen die Glorifeen, der Chor der Versöhnungsgemeinde. Im Anschluss gibt es landestypische Speisen und Getränke und die Gelegenheit zum Austausch. Alle sind dazu sehr herzlich eingeladen!

Vorbereitungstreffen für alle, die den Weltgebetsgottesdienst mitgestalten wollen: Mittwoch, 7. Februar, um 15.30 Uhr in der Versöhnungsgemeinde